Was gab's Neues?
Auf dem diesjährigen Thüringer GIS-Forum in Erfurt stellte das Bonner Consulting Center für Geographische Informationssysteme ein Modell-Konzept zur Einführung von GIS in kleinen und mittleren Kommunen vor. Am Beispiel der Stadt Altenburg wurden die zahlreichen Interessenten über Aufbau und Einsatz des stadtweiten, ämterübergreifenden Informationssystems informiert. Neben den Funktionalitäten des Systems standen natürlich auch die Fragen nach der Finanzierbarkeit und der Einführungsdauer im Mittelpunkt des Interesses.
Altenburg, die Wiege des Skatspiels, ist eine Kreisstadt mit etwa 40.000 Einwohnern im Osten Thüringens. Hier wurde im Jahr 2000
mit der Einführung eines Geographischen Informationssystems begonnen, um sukzessive den Zugriff auf aktuelle Grundlagen-Daten wie z.B.
ALK, Luftbild und DGK zu ermöglichen. In einem mehrstufigen Ausbauschema wurden zunächst die Fachschalen für das
Stadtplanungs- und das Vermessungsamt angepasst und installiert. Nachdem die Datengrundlagen geschaffen waren, konnten die Bereiche
Tiefbau, Stadtplanung und Bauhof an das System angekoppelt werden.
In der nächsten Ausbaustufe werden weitere Bereiche
(Wirtschaftsförderung, Grünflächen, Liegenschaften, Stadtwerke,..) bei der GIS-Nutzung von den Daten und der Erfahrung der
vorangegangenen Jahre profitieren. Dabei werden in der Datenverteilung durch die Nutzung der Intranet-Technologie neue Wege
eingeschlagen: Die meisten Nutzer werden kein lokal installiertes GIS auf ihrem PC bedienen, sondern über moderne Browser-Technologie
auf die Daten und Funktionalitäten zugreifen (Adressauskunft, Liegenschaften, ALK/ALB-Kopplung, B-Plan Auskunft, Baulandkataster,
Straßenkataster usw.), Informationen abfragen und Karten ausdrucken.
Der stufenweise Aufbau eines solchen Systems hat mehrere Vorteile; neben der zeitlichen Verteilung der finanziellen und personellen
Ressourcen (die jede Neuerung zu Anfang fordert), kann das angesammelte Wissen über hauseigene Mitarbeiter (Multiplikatoren) verteilt
werden. Zudem kann die Einführung einzelner Module verschoben werden, ohne das Gesamtkonzept zu gefährden.
Eine erfreuliche Entwicklung, die auf dem Thüringer GIS Forum festzustellen war: das öffentliche Interesse an Geoinformationen steigt.
So wurde der Geschäftsführer der CCGIS vom MDR eingeladen, in einem Interview über die Chancen, Nutzen, aber auch Probleme bei der
Einführung von GIS Technologie in der öffentlichen Verwaltung zu sprechen. Es wurden drei grundsätzliche Schwierigkeiten bei der
Einführung dieser Technologie herausgearbeitet:
1. Leere öffentliche Kassen und fehlende Personalresourcen
2. Unflexible Verwaltungsstrukturen
3. Mangelnde Bedienbarkeit und/oder unzulänglicher Reifegrad der Software.
Oft leidet die zügige Einführung und Umsetzung von GIS-bezogenen Projekten unter mangelhafter Software und einer unzureichenden
Gesamtkonzeptionierung im Vorfeld. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die aktuelle Kommunalstudie von
PricewaterhauseCoopers, in der das
Fehlen umfassender IT-Systemkonzepte bemängelt wird (s. auch aktuelle Ausgabe von Government Computing 01-2003, S. 4).
Diese Mankos auszuräumen erfordert umfangreiche Dienstleistung und verschärft das Problem hoher Kosten. Gerade für die öffentliche Verwaltung
wird deshalb in zunehmendem Maße freie Software nachgefragt, da die Anschaffung von teurer Software ohne die notwendige Dienstleistung zwangsläufig zum Scheitern
verurteilt ist.
Insgesamt wurde erneut deutlich, dass der Schwerpunkt des Interesses sich weiter in Richtung Webtechnologie und komponentenbasierte
Systeme verschiebt. Im Klartext heisst das: Es geht hauptsächlich darum, die bestehenden Ressourcen in Form von digitalen Daten,
lizenzierter Software und vorhandenem Know How Hersteller-unabhängig zu integrieren und zu nutzen. Eine wichtige Plattform, um dieses Ziel zu
erreichen bildet nach wie vor die Web Map Server Technologie.
Die Servicebetriebe Stadtgrün (ehemals Grünflächenamt) in Bonn können nun auch unterwegs das Intranet-GIS Angebot der Stadt nutzen. Mit
einem sog. Smart Phone (PDA mit integriertem Handy/Modem), einem integrierten GPS-Empfänger und dem PDA-Client aus
der CCGIS Client Suite-Familie wird die aktuelle Position des Nutzers in der Stadtkarte bzw. im Luftbild dargestellt.
Über die interaktive Oberfläche können zu einzelnen Objekten auch Daten abgefragt oder verändert werden, so kann ein Außenteam bereits unterwegs
Bearbeitungsvermerke, Wartungsdaten o.ä. in die entsprechenden Datenbanken eintragen.
Wir möchten Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass unser Messe-Angebot, das wir speziell zur Intergeo
angeboten haben, noch bis zum 31.12.2002 gültig ist.
Dieses Software- und Dienstleistungs - Komplettpaket bietet Ihnen die Möglichkeit,
für einen sehr fairen Preis innerhalb weniger Tage Ihr eigenes, web-basiertes Geoinformationssystem
im Intra- bzw. Internet aufzubauen. Bestandteil des Pakets ist unter anderem die CCGIS Client Suite.
Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!
Und nun noch einige Impressionen von der Messe:




(10.06.02) Die Stadt Wesseling/Rhein verfügt seit kurzem über einen vollständig digitalen Flächennutzungsplan. Erhebung, Pflege, Layout und Druck des Planes wurden mit Hilfe des F-Plan Tools von CCGIS, das auch bei der Stadt Bautzen im Einsatz ist, vollständig unter SICAD/SD realisiert. Wenn Sie mehr über diese Lösung erfahren wollen, schreiben Sie uns, wir informieren Sie gerne unverbindlich.
(06.06.02) In einem Rundschreiben an Kunden und Partner hat SICAD Geomatics klargestellt, dass die Produkte
SICAD/open und SICAD/SD auch in Zukunft weiter existieren werden. Wörtlich heißt es in dem von der SICAD-Geschäftsführung
und dem AED-Vorstand unterzeichneten Brief:
"Die eingesetzten Basiskomponenten SICAD/open und SICAD/SD sowie sämtliche bestehenden Applikationen (LMProduktfamilie,
IMS) werden im Rahmen der technischen Erfordernisse auf den verfügbaren Betriebssystemen/Datenbanken weiterhin gepflegt.
Die Bereitstellung, Pflege und Support für die Produktkomponenten (Basis und Applikationen) sind mindestens bis Ende 2008
gesichert."
Wir werden Sie an dieser Stelle umgehend informieren, sobald wir weitere Informationen zu diesem Thema erhalten.
(08.05.02) Das Bonner Unternehmen AED Graphics AG wird laut einer
Pressemitteilung
zum 31.5.2002 die SICAD Geomatics GmbH & Co. oHG als Gesellschafter übernehmen. Das Unternehmen schreibt u.a.:
SICAD GEOMATICS bleibt wie bisher als eigenständiges Unternehmen mit allen vertraglichen
Rechten und Bindungen gegenüber seinen Kunden und Partnern bestehen. [...]
Im Sinne der Investitionssicherheit für die bestehenden und neuen Anwender von SICAD werden die
geschäftlichen Aktivitäten des Unternehmens kontinuierlich fortgeführt und weiter ausgebaut.
Wir werden Sie an dieser Stelle über die weitere Entwicklung informieren. Hier finden Sie unseren Kundenrundbrief zu diesem Thema.
In Zusammenarbeit mit den Bonner Verkehrsbetrieben (SWB) wurde von der Firma CCGIS ein Informationssystem
zur Erfassung, Darstellung und Planung der Vorgänge im ÖPNV-Bereich erstellt. Neu erhobene sowie bereits
vorhandene Daten werden in ein geographisches Informationssystem integriert und dem Anwender mittels
Intra/Internet-Technologie zur Verfügung gestellt.
Die Anwendungen reichen von der Planung und Disposition per Großbildschirm in der Einsatzleitstelle
bis zu einer geplanten Fahrplanauskunft für Kunden per SMS.
"Ein solches System kann die Arbeit in einer Leitstelle revolutionieren", so ein leitender Mitarbeiter
der Bonner Verkehrszentrale. Geht ein Funkruf ein, kann der Disponent in Sekunden den betreffenden
Kartenausschnitt auf den Bildschirm zoomen, relevante Daten zu Linie, Haltestelle, Fahrplan oder Fahrzeug
abfragen, nachfolgende Fahrzeuge umdirigieren und dabei wertvolle Zeit sparen.
Fragen Sie uns nach weiteren Details, wir informieren Sie gerne näher zu unserer ÖPNV-Lösung.





